Alea Aquarius - Die Farben des Meeres
Written by Martina Ernst |
 
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Im zweiten Band „Alea Aquarius – Die Farben des Meeres“ der Meermädchen-Saga von Tanya Stewner versucht Alea das Rätsel zu lösen, was vor 11 Jahren geschehen ist. Warum hat ihre Mutter sie an eine Fremde abgegeben? Was ist mit den Meermenschen passiert?

Das Ziel der Alpha Crue ist Schottland. Der Hinweis eines wichtigen Fundstücks, einer Schneekugel, mit Wassersprachenschrift, weist auf Loch Ness. Wird Alea dort Antworten auf ihre Fragen finden? Bei einem Tauchgang mit Ben, Sammy und Tess im Ärmelkanal machen die Freunde eine ungewöhnliche Entdeckung. Nicht die einzige Überraschung. Bei einer zweiten Erkundungstour unter Wasser kommt Alea Kriminellen in die Quere und bringt damit nicht nur sich, sondern die ganze Alpha Cru in Gefahr.

 

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Sehr gelungen ist der Einstieg mit dem Alea-Aquarius-Song. Text und Musik stammen von Tanya Stewner und Guido Frommelt. Die Autorin singt das Lied selbst. Ein tolles Plus für Fans und die, die es werden wollen. Die Reise der Alpha Cru ist mit Hindernissen gepflastert. Es fehlt an Geld. Tess bringt sich mehr als einmal in eine schwierige Lage. Alea hat mit ihren Gefühlen zu kämpfen. Freundschaft, Liebe, Familie, Umweltverschmutzung, die Themen beschäftigen die Freunde. Es kommen Wahrheiten ans Licht. Die Alpha Cru gerät in knifflige und gefährliche Situationen. Zu dem Rätsel um die Meermenschen kommen noch mehr Geheimnisse dazu. Besonders mitreißend ist das Magische. Durch einen glücklichen Zufall erfährt Alea mehr über das frühere Leben der Meermenschen. Ben, Sammy und Tess staunen über so manche Begegnungen. Alea lernt immer besser, aus den Farbteppichen des Meeres zu lesen. Die außergewöhnlichen Fähigkeiten von Alea und Lennox verleihen der Geschichte zusätzlichen Unterhaltungswert. Die Stimme von Sprecherin Laura Maire ist zu lieblich und weich für die 13-Jährige Alea. Der Wechsel von einem zum anderen Charakter klappt nicht immer perfekt. Bleibenden Eindruck hinterlässt Laura Maire jedoch in der Rolle der Finde-Finja.

Sammy mit seiner enthusiastischen und liebenswerten Art kommt in Band 2 nicht so oft zum Zug. Tess‘ Problem war vorher schon deutlich gewesen. Eine überraschende Wendung trifft nicht nur die Freunde hart. Emotionen wechseln von Verzweiflung zu Traurigkeit, zwischen leiser Hoffnung und Glücksmomenten ab. Alea muss über ihren Schatten springen und ihre Schüchternheit besiegen. Nicht die einzige Herausforderung. Wie ist das Leben in den Meeren früher gewesen, und was hat das alles zerstört? Endlich gibt es Antworten. Der Ideenreichtum der Autorin offenbart sich im letzten Hörbuchdrittel. Die Auflösung ist schlüssig. Loch Ness ist eine witzige Kulisse für das Ungewöhnliche. Das sagenumwobene Seeungeheuer bleibt aus dem Spiel. Es geht tränenreich zu. Die Emotionen schwappen auch auf den Leser über. Ein neues Ziel kristallisiert sich heraus. Die Reise ist noch nicht zu Ende. Unmöglich, den nächsten Band zu verpassen. 

Die tolle Coverillustration hat große Anziehungskraft. Sehr gelungen ist der Seriencharakter mit Alea und der ungewöhnlichen und auffälligen Titelschrift. Die Alea Aquarius-Reihe hat eine Botschaft „Stoppt die Vermüllung und Ausbeutung der Meere“, sonst sind die Schönheiten der Ozeane für die nächsten Generationen verloren. Aleas Blick auf den Zauber der Welt steckt an. Band 2 „ Alea Aquarius – Die Farben des Meeres“ ist noch faszinierender als der erste Band. Das Buch lässt mehr Raum für Phantasie und Bilder als das Hörbuch. Für Kinder ab 10 Jahren und die ganze Familie ein tolles Abenteuer.    

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: (3,5)
Handlung: (4,5)
Charaktere: (4,5)
tech. Umsetzung:  (4,5)
Cover: 
Emotion:
 
26 Punkte = Ohrenschmaus

Cover: © Oetinger

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