Tschitti – Das Wunderauto fliegt wieder
Written by Martina Ernst |
 
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Der Erfinder des Agenten James Bond 007 Ian Fleming schrieb das Kinderbuch „Chitty Chitty Bang Bang“ für seinen Sohn Caspar. 1964 wurde es im Verlag Random House veröffentlicht. 1965 und 1966 folgten die deutschen Übersetzungen von Ursula von Wiese Band 1 „Tschitti Tschitti Bäng Bäng – Die Abenteuer eines Wunderautos“ und Band 2 „Tschitti Tschitti Bäng Bäng – Die neuen Abenteuer des Wunderautos“. 1968 wurde die Geschichte mit Gert Fröbe verfilmt. „Tschitti – Das Wunderauto fliegt wieder“ ist die moderne Version von Autor Frank Cottrell Boyce. Ein herrlich verrücktes Abenteuer für Groß und Klein.

 

Dad hat wichtige, hervorragende Neuigkeiten. Er hat seinen Job verloren. Ungeahnte, neue Möglichkeiten tun sich auf. Voller Euphorie ist Familie Tooting bei der Reiseplanung. Nur blöd, dass Dads Firmenwagen abgeholt wird. Ein anderer fahrbarer Untersatz muss her. Der alte, klapprige Campingbus sieht nicht sehr Vertrauens erweckend aus. Dad und Sohn Jem stecken viel Arbeit und Leidenschaft hinein. Und siehe da, alle lieben den Bus, auch die sture Lucy und Kleinharry sowieso. Familie Tooting hat keine Ahnung, auf was sie sich mit dieser Reise einlässt. Denn eigentlich bestimmt Bus Tschitti den Weg und hat einen echten Dickschädel, wenn es darum geht, sich durchzusetzen. Von den Talenten ihres fahrbaren Untersatzes sind die Tootings ganz verblüfft. Dabei hat Tschitti noch nicht alle Karten auf den Tisch gelegt.

„Manche Autos sind anders und erstaunlich.“ Tschitti wirkt auf den ersten Blick kein bisschen besonders. Aber er hat eine heimliche Mission und von der lässt er sich nicht abbringen. Nur langsam offenbaren sich Tschittis ungewöhnliche Möglichkeiten. Immer, wenn es brenzlig wird, hat der Bus eine Überraschung parat. Das Abenteuer von Familie Tooting und Wunderauto reißt mit. Das liegt nicht nur an Tschitti, sondern auch an der außergewöhnlichen Familie. Ein Vater, der sich mit verrückten Plänen über den Verlust seines Jobs hinweg tröstet und immer optimistisch bleibt. Eine Mutter, die ihren Mann längst durchschaut hat und ihn bei allem liebevoll unterstützt. Kleinharry, der seinen ferngesteuerten Dinosaurier vermisst und immer einen Kommentar parat hat. Lucy, die Katastrophen liebt, aber nicht, wenn sie ihr selber passieren und Jem mit seiner neuen Leidenschaft für Autoreparaturen. Der Zusammenhalt dieser Familie ist beispielhaft. Ihre Gegner erweisen sich als ziemlich verrückt.

 

Sprecher Martin Baldscheit kann sich in den verschiedenen Charakteren, Familie Tooting und ihren seltsamen Begegnungen auf ihrer abenteuerlichen Reise, wunderbar austoben. Ob Polizeibeamter, Mini-Jack oder Nanny, sie alle bekommen einen eigenen Stempel aufgedrückt. Die Mischung macht es. Autor Frank Cottrell Boyces Liebe zu der Geschichte ist zu spüren. Das eigensinnige Wunderauto ist absolut zeitlos. Es wird immer wieder die Menschen begeistern. Ein bisschen Nostalgie schwingt mit. Alte Autos haben eine gewisse Anziehungskraft. Jedes von ihnen trägt seine eigene Geschichte mit sich herum. Chitty Bang Bang hat in den Zwanziger Jahren wirklich existiert. Der Rennwagen gehörte dem Grafen Louis Zborowski. Mehr Infos dazu gibt es im beiliegenden Booklet. Es ist toll, dass man mehr zu Ian Flemings Inspiration erfährt.

Auf dem Cover ist das Wunderauto sausend am Himmel zu sehen. Die Gestaltung ist farbenfroh, mit lustigen Details, auf Kinder zugeschnitten. Mit ganz viel Phantasie kann man sich sein eigenes Tschitti vorstellen. Eine super Steilvorlage für einen Kinder-Malwettbewerb. „Tschitti – Das Wunderauto fliegt wieder“ ist für Kinder ab 8 Jahren gedacht und spricht Jungen wie Mädchen an. Eine großartige Reise in fremde Länder. Gummibärchen spielen eine besondere Rolle. Einfach überraschen lassen!    

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung:
Cover: 
Emotion:
 
24 Punkte = Hörspaß

Cover: © Hörcompany

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