Pater Brown: Die Henkersmahlzeit (49)
Written by Daniel Fröhlich |
 
Font size decrease font size increase font size
Rate this item
(0 votes)

Als ich die heute zu begutachtende CD in die Hand nehme, kommen sofort einige Erinnerungen hoch, denn nicht nur die Sherlock Holmes Produktionen aus dem Hause Maritim, nein auch die Pater Brown Hörspiele aus der gleichen Schmiede habe ich damals geradezu verschlungen. Während die älteren Abenteuer nun wieder als sogenannte Sammler Editionen neu aufgelegt werden, habe ich heute eine der neuen Folgen der Serie vor mir (denn mit Folge 49 ist auch zugleich der „Restart“ erfolgt), die es mittlerweile schon auf über 50 Folgen bringt. Der Slogan auf der Hülle („Endlich! Die beliebte Maritim-Serie mit Volker Brandt in seiner Paraderolle als Pater Brown geht mit brandneuen Folgen weiter!“) bringt meine Vorfreude, die ich beim Einlegen der Scheibe verspüre, ziemlich gut auf den Punkt.

Zu Beginn der Geschichte besucht Pater Brown einen zum Tode verurteilten Häftling kurz vor dessen Hinrichtung. Doch dieser beichtet ihm nicht etwa sein furchtbares Verbrechen, sondern vertraut dem Geistlichen an, dass er zu Unrecht wegen Mordes verurteilt wurde. Auf Grund seiner hervorragenden Menschenkenntnis in Kombination mit seinem kriminalistischen Riecher schenkt er dem unglücklichen Charlie Wilson Glauben und beschließt der Sache nachzugehen. Auf seiner Reise nach Sheffield stattet er dem kleinen Städtchen Hanborow, dem Ort des Verbrechens, einen Besuch ab, um den wahren Hintergründen der Tragödie auf die Spur zu kommen. Warum ist der Bürgermeister so feindselig? Wer beobachtet den Pater heimlich während seiner Ermittlungen? Eines ist für Brown schnell klar: Hier stimmt etwas ganz und gar nicht!

 

Momox.de - Einfach verkaufen.

 

Mit 55 Minuten kommt das Hörspiel mit einer ordentlichen Länge daher. Ich habe mich über die gesamte Spielzeit gut unterhalten gefühlt und kann mich somit nicht über mangelnde Kurzweiligkeit beklagen. Der Fall mag vielleicht nicht der herausragendste sein oder durch eine ungesehene Komplexität bestechen, aber wir haben es hier einfach mit grundsolider Krimiunterhaltung zu tun, die sich zudem sehr gut in die Reihe einpasst. Die Musik ist nicht mehr die selbe wie in den frühen Folgen, versprüht aber das gleiche Flair wie die klassischen Melodien, die man auch aus den Heinz Rühmann Filmen kennt. Jener ziert auch nach wie vor das Cover. Zudem wartet man nun mit einem Erzähler auf, der dem ermittelnden Geistlichen einige seiner Selbstgespräche erspart, die sonst in Abwesenheit eines Assistenten/Begleiters nötig waren. Unter den Sprechern konnte ich keine sichtbaren Schwachstellen ausmachen und Volker Brandt macht wieder einmal klar, warum er das Aushängeschild dieser Serie ist. Ein Blick in das Booklet verdeutlicht auch gleich noch einmal warum hier ein gelungenes Hörspiel zu Stande gekommen ist, hier finden sich neben Markus Topf, der für die Geschichte verantwortlich ist, auch Sebastian Pobot (u.a. Regie) und Tom Steinbrecher (Sounddesign). Da muss ja etwas Vernünftiges herauskommen …

Insgesamt einfach ein sehr gelungener Wiedereinstieg in die Serie. Wenn die Qualität auf diesem Niveau bleibt, dann kann die Serie, wenn es nach mir geht, noch eine Ewigkeit so weiterlaufen. Hörerinnen und Hörer, die auch früher schon Fans der Reihe waren, kommen hier auf ihre Kosten und auch sonst kann ich jedem Krimifan und solchen, die es werden möchten, nur raten hier ein Ohr zu riskieren!

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung: 
Cover:  (3,5)
Emotion: (3,5)

25 Punkte = Ohrenschmaus

Cover: © WinterZeit

Jetzt bei thalia bestellen

 oder

back to top