Die rätselhaften Fälle des Pater Brown – Der Unsichtbare (09)
Written by Daniel Fröhlich |
 
Font size decrease font size increase font size
Rate this item
(0 votes)

Bei so vielen Krimi-Hörspielserien auf dem Markt kann man schon einmal den Überblick verlieren. Auch ich bekomme mit der bereits neunten Folge heute eine, zumindest für mich, neue Pater Brown Vertonung auf den Tisch, bei der ich bisher noch kein Ohr riskiert habe. Ich bin gespannt wie sich „Der Unsichtbare“ in die üppige Landschaft der Krimiunterhaltung einpasst.

Flambeau wird von seinem Freund mit einem interessanten Problem konfrontiert. Eine junge Dame wird von zwei Männern, deren Heiratsantrage sie einst ablehnte bedrängt, sei es durch anstößige Briefe oder Flüstern und Lachen; ungewöhnlich dabei ist, dass immer wenn sie die Stimme hört, niemand in der Nähe zu sein scheint. Ein Unsichtbarer kann wohl kaum hinter der Sache stecken, oder? Im weiteren Verlauf stellt sich heraus, dass einer der Antragsteller offensichtlich unschuldig ist und seinerseits Morddrohungen des zweiten Verehrers bekommen hat. Als das Problem dem Franzosen zu viel wird entschließt er sich seinen Freund Pater Brown hinzu zu ziehen und lässt das potentielle Opfer in seiner von immerhin drei Paar Augen bewachten Wohnung zurück. Beim Eintreffen des Paters hat der Unsichtbare aber bereits zugeschlagen!

 

Momox.de - Einfach verkaufen.

 

Ich kann wohl sagen, dass ich schon einige Detektivgeschichten in Hörspielform konsumiert habe, egal ob Sherlock Holmes, Pater Brown, Lady Bedfort, Prof. Van Dusen, oder wie sie alle heißen; darunter waren mit Sicherheit schlechtere Hörspiele als das vorliegende, aber auch einige wesentlich bessere. Was mich zum einen persönlich stört, ist die Tatsache, dass man Pater Brown in das 21. Jahrhundert versetzt, denn für mich hat gerade die Szenerie des späten 19. bzw. des frühen 20. Jahrhunderts auf mich einen gewissen Charme ausgeübt. Dieser geht hier für mich persönlich etwas verloren. Auch ist es eigentlich kein wirklicher Fall für Brown, denn er wird erst gegen Ende zur Auflösung hinzugezogen, wo er den Hörerinnen und Hörern dann eine kurze Lehreinheit zum Thema Wahrnehmung zum Besten gibt. Das Problem bzw. das Verbrechen an sich ist, meiner Meinung nach, nicht übermäßig rätselhaft, so dass mich die Geschichte an sich nicht vollends mitzureißen vermochte. Bei den Sprechern, die zwar zu großem Teil namhaft sind, hat mir zuweilen etwas das Feuer gefehlt, so dass auch auf mich keine rechte Begeisterung überspringen konnte.

 

Alles in allem solide Krimiunterhaltung für zwischendurch, die sich aber nicht so wirklich von der breiten Masse abhebt und somit bei mir keine Begeisterungsstürme auslöst. Da ich die ersten acht Episoden nicht gehört habe, kann ich diese Folge nicht innerhalb der gesamten Reihe bewerten, aber hier ist definitiv noch deutlich Luft nach oben vorhanden.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung: (2,5)
Charaktere: (2,5)
tech. Umsetzung:  (4,5)
Cover: 
Emotion:

20 Punkte = Rohdiamant

Cover: © WinterZeit

back to top