Macabros – Der Monstermacher (01)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Macabros, wieder einmal ein Klassiker, an den sich dieses Mal Winterzeit herangewagt hat. Macabros gehört nicht zu den Kandidaten mit denen ich groß geworden bin. Ich kann mich aber erinnern, dass es bereits eine Neuauflage bei Hörspielewelt gab, die eher minder erfolgreich war. Warten wir ab, was Winterzeit daraus macht.

In Folge eines Sabotageaktes verunglückt der Rennwagen des unter falschem Namen startenden Björn Hellmark und der taubstumme Japaner Onio Yamahoki macht das Rennen. Während die Ärzte um Hellmarks Leben fürchten, erscheint ihm im Geiste der mysteriöse Al Nafuur aus dem rätselhaften Xantilon, das zur Hochzeit von Atlantis existiert haben soll. Als Folge dieses Nahtoterlebnisses erhält Hellmark die Fähigkeit einen Doppelgänger von sich zu erschaffen und zu lenken, sein Äther-Ich. Dem Tod noch einmal von der Schippe gesprungen, begibt er sich nach Japan, um den Geheimnissen rund um den Anschlag auf den Grund zu gehen. Dort gerät er in die Gewalt des größenwahnsinnigen Dr. Yasujiro Konaki, einem Chirurg, der unheimliche Götzen verehrt. Dieser Monstermacher hat nicht nur einen Weg gefunden kopflose, ihm willige Geschöpfe zu erschaffen, sondern verfügt auch über eine Computeranalage, die er mit sage und schreibe 28 Gehirnen gekoppelt hat. Kann Hellmark ihm das Handwerk legen?

 

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Nachdem diese inszenierte Lesung verklungen ist, muss ich erst einmal auf die Uhr schauen, denn mehr als 3 Stunden bekommen Hörerinnen und Hörer hier geboten und ich muss sagen, das merkt man auch. Ich kann mir vorstellen, dass die eingefleischten Macabros Fans hier vor Freude aus dem Häuschen sind und aus dem Feiern gar nicht mehr heraus kommen; ich für meinen Teil hatte allerdings das Empfinden, dass sich die Geschichte merkbar zieht. Einige sehr lange Erzählerpassagen und auch einige Szenen, die nichts zur Entwicklung der eigentlichen Geschichte beitragen, hätte man hier, meiner Meinung nach, ohne größere Bedenken straffen beziehungsweise kürzen können. Ich hatte an einigen Stellen wirklich meine Probleme, die Konzentration nicht zu verlieren. Das hat nichts mit einer schlechten Produktion zu tun; die Sprecher, voran Dennis Schmidt-Foss und Christian Rode, aber auch die Sprecher der kleineren Rollen, sind toll, die Geräusche und die Musik sind vielleicht etwas sehr dezent, aber zweckmäßig, daran liegt es mit Sicherheit nicht. Ich tendiere dazu zu sagen, dass die Geschichte an sich einfach nicht übermäßig viel hergibt.

Abschließend kann ich sagen, dass wir es mit einem großen Klassiker zu tun haben, der meinem persönlichen Geschmack nach allerdings etwas zu langatmig geraten ist. Ich würde dies darauf zurückführen, dass wir es mit dem Einstieg in eine Serie zu tun haben, da gibt es viel einzuführen und zu erklären und das kann mitunter dauern. Nachdem dies nun aber geschehen ist, bin ich guter Dinge, dass die nächsten Folgen etwas mehr Fahrt aufnehmen.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher: 
Handlung:
Charaktere: (3,5)
tech. Umsetzung:
Cover: 
Emotion: 
 
20,5 Punkte = Rohdiamant 

Cover: © Winterzeit