Der Hund der Baskervilles
Written by Martina Ernst |
 
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Das Hörspiel „Der Hund der Baskervilles“ basiert auf dem dritten Sherlock Holmes –Roman „Der Hund von Baskerville“ von Arthur Conan Doyle. Der Legende nach hat sich die Gruselgeschichte um den Höllenhund wirklich zugetragen. 1677 wurde Richard Capel im Buckfastleigh-Moor von dämonischen Hunden verfolgt und zu Tode gehetzt. Arthur Conan Doyle bekam die Geschichte auf einer Reise nach Norfolk von einem Freund erzählt. Die Idee zum Fluch- und Geisterhund-Krimi war geboren.

1889, ein vergessener Gehstock bringt Sherlock Holmes und Dr. Watson auf die Spur des kniffligsten Kriminalfalls seit Jahren. Der schreckliche Tod von Sir Charles Baskerville stimmt mit allen Einzelheiten der Sage eines tödlichen Hundedämons überein. Hat der Familienfluch der Baskervilles ein neues Opfer gefordert? Der einzige Erbe Sir Henry ist in Gefahr. Er wird verfolgt. Es gibt Warnungen, falsche Hinweise. Dr. Watson reist nach Baskerville Hall und erstattet Sherlock Holmes Bericht über seine Nachforschungen. Merkwürdige Ereignisse häufen sich. Können die beiden Detektive einen neuen Anschlag verhindern und den rätselhaften Fall aufklären?

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Sherlock-Holmes-Geschichten haben ihre Faszination nie verloren. Im Gegenteil sie sind längst Kult geworden und werden die Menschen auch noch in Jahrzehnten begeistern. Es ist eine Herausforderung, die von der damaligen Zeit geprägte Atmosphäre einzufangen, den besonderen Gruselfaktor zu erhalten und die Spannung greifbar zu machen. Die Hörspielbearbeitung und Regie von „Der Hund der Baskervilles“ hat Bastian Pastewka übernommen. Dank seiner Leidenschaft für Hörspiele und Sherlock Holmes-Geschichten ist aus dem ambitionierten Unterfangen ein großartiges Werk entstanden. Gleich eine ganze Liga von Sprechern von Thomas Kügel bis Simon Roden schlüpft in mysteriöse Rollen. Falsche Fährten, mehrere Täter, die in Frage kommen, Kombinationsgabe ist gefragt. Durch Sherlock Holmes’ und Dr. Watsons Zusammenfassungen werden die Zuhörer zum Miträtseln animiert. Dramatische Musik und unheimliche Geräusche unterstreichen das Gänsehautgefühl. Eine schluchzende Frau, aufgerissene Tür, ein heulender Höllenhund. Die Nerven sind zum Zerreißen gespannt. Als besonders wirkungsvoll erweisen sich Wiederholungen von Aussagen, ein niederprasselndes Stimmengewirr. Der Effekt ist immer der Gleiche, Spannung von der ersten bis zur letzten Minute. Mit einer harmonischen Musikeinlage wird eine Aufklärung vorgetäuscht. Es ist noch nicht zu Ende. Die Detektive lassen sich nicht zum Spielball ihres gefährlichen Gegners machen. Dr. Watson schreibt als Chronist Sherlock Holmes ungewöhnliche Fälle nieder. „Der Hund der Baskervilles“ ist eines seiner Werke. Diese originelle Sichtweise ermöglicht detailnahes Herangehen an die Geschichte, fehlerhafte Spurenanalyse mit eingeschlossen. Es ist, als würde der Zuhörer auch die kleinsten Geheimnisse der detektivischen Ermittlungen erfahren. Wie lässt sich ein Schema herausarbeiten, in dem sich merkwürdige Ereignisse einfügen lassen? Sherlock Holmes beweist mal wieder seine unschlagbare Intelligenz.

Das Cover erinnert an die Verfilmung von 1939. Das düstere Grau bis Schwarz, der leuchtende Hund fängt das Grauen perfekt ein. Mit der blutroten Titelschrift wird ein weiteres Statement gesetzt. Besser hätte man die Covergestaltung nicht umsetzen können. Im Booklet lassen sich interessante Informationen rund um das Hörspiel, den Roman und die Verfilmungen finden. Für Sherlock Holmes-Fans und die, die es werden wollen, ist dieses Hörspiel ein absolutes Muss. Die Verwirrung hält bis zum Verschluss. Selbst Dr. Watson ist ratlos.   

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:  (4,5)
Handlung: (4,5)
Charaktere:
tech. Umsetzung:
Cover:
Emotion:
 
27 Punkte = Ohrenschmaus

Cover: © der Hörverlag

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