Die Weisse Lilie – Tödliche Stille – Kapitel 3
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Wieder mussten wir ein Weilchen warten, doch nun ist die Weisse Lilie mit ihrer neuen Folge da und ich bin mehr als gespannt, wie der Abschnitt „Tödliche Stille“ mit der dritten Folge seinen Abschluss findet!

Nach einem Rückblick wenden wir uns wieder den Geschehnissen im Kongo zu. Durch den Angriff der Miliztruppen befindet sich Daniel Porter, immer noch in Begleitung des Taxifahrers Joseph, mitten auf dem Schlachtfeld. Dennoch gelingt es den beiden wie durch ein Wunder heil aus diesem Hexenkessel zu entkommen. Zudem läuft auch das geplante Attentat, wie bereits nach Episode 1 klar ist, alles andere als wie geplant. Porter ist gezwungen in das Lager einzudringen, um den Rebellenführer aus nächster Nähe auszuschalten, ein Unterfangen mit überschaubarer Aussicht auf Erfolg. In Boston folgen Miles und Haden weiterhin ihrer einzigen Spur, die sie zu einem gewissen Ola führt. Doch bevor dieser ihnen die wichtigen weiterführenden Hinweise geben kann, wird er zum Schweigen gebracht. Miles nimmt sofort die Verfolgung auf, gerät dann aber selbst in tödliche Gefahr. Viel mehr Details möchte ich eigentlich nicht Preis geben, um nicht zu spoilern.

 

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Meine Herren, in dieser Folge ist ganz schön was los! Hier geraten einige der Protagonisten kräftig in die Bredouille und sind auf einiges an Hilfe angewiesen, um mit der Haut davon zu kommen. Erstmals machen wir auch Bekanntschaft mit „Der Weissen Lilie“. Hinter dieser verbirgt sich offensichtlich eine mächtige Organisation, die ein größeres, noch unklares Ziel verfolgt. Darüber hinaus erhalten wir einen tieferen Einblick in Miles traumatische Erlebnisse seiner Vergangenheit; darin spielt Daniel Porter eine entscheidende Rolle.

Ich kann sagen, dass das Hörerlebnis insgesamt wieder sehr grandios war. In der Eröffnungsszene beispielsweise hat man zwischen all den Gewehrsalven und Granateinschlägen wirklich das Gefühl gehabt, dass die die Luft brennt. Was die Geräuschkulisse angeht, kann man es wahrlich kaum besser machen. Auch die Sprecherleistungen waren durch die Bank in gewohnt guter Qualität, wobei sich Stephan Benson langsam aber sicher endgültig als mein persönlicher Favorit herauskristallisiert. Musikalisch gesellt sich zu den bereits bekannten Klängen auch das ein oder andere neue Motiv. Auch begrüße ich es, dass das Hörspiel dieses Mal wieder eine solide Laufzeit mitbringt, nachdem es beim letzten Mal ein wenig sehr kurz ausgefallen ist. Auch die Zusammenstellung des Rückblicks gefiel mir in der vorliegenden Folge besser. Einzig bei der Handlung, die zwar durchweg zu unterhalten und Interesse zu wecken weiß, muss ich ein paar kritische Anmerkungen machen. Dass Porter mit seinen Auftraggebern über Todesanzeigen in der Zeitung kommuniziert, dies lasse ich mir noch gefallen. Aber, dass er dafür seinen Namen, oder zumindest den Namen unter dem er als Killer offensichtlich allgemein bekannt ist, verwendet, das ist schlichtweg unglaubwürdig. Ich verstehe schon, dass dies unseren Beamten von der State Police die Arbeit deutlich erleichtert und damit auch ein Voranschreiten der Handlung beschleunigt, aber man kann mit Sicherheit niemandem erzählen, dass ein Profikiller derart vorgehen würde. Spontan würde ich sagen, dass die einfachste Möglichkeit, das ganze halbwegs glaubhaft zu verkaufen, gewesen wäre ein Anagramm zu verwenden (z.B. Peter Drailon oder ähnliches), die Protagonisten zwei bis drei Minuten rätseln zu lassen und dann auf Porter zu kommen. Dies ist aber auch das einzige was ich ernsthaft zu bemängeln habe.

Insgesamt ein tolles Hörerlebnis, das fast auf ganzer Linie vollends überzeugen kann. Wegen des angesprochenen Punktes bezüglich der Handlung mache ich einen Punkt Abstrich, ansonsten kann man es aber nicht viel besser machen. Ich bin insgesamt voll auf meine Kosten gekommen und verspüre mit Hinblick auf das nächste Kapitel große Vorfreude. So und nicht anders muss es sein.

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung:
Charaktere:
tech. Umsetzung:
Cover: (4,5)
Emotion:
 
28,5 Punkte = Hörmuss

Cover: © Elevate Studios