Edgar Wallace Klassiker Edition – Die toten Augen von London (04)
Written by Daniel Fröhlich |
 
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So, mit der vierten Folge der Edgar Wallace Klassiker Reihe aus dem Hause Maritim endet auch die Ära Inspektor Jenkins. Hören wir also, ob er in seinem letzten Fall innerhalb der Serie noch einmal brillieren kann, nachdem er ja in der dritten Episode gegen den Hexer eine herbe Niederlage hinnehmen musste.

Inspektor Jenkins trifft nach einem langen Auslandsaufenthalt wieder in London ein, wo er von Nick, Nicky und Inspektor Elford aufs wärmste empfangen wird. Neben neuem Büro und neuer Sekretärin erwartet den Chefinspektor auch sogleich ein neuer Fall. Ein schwerreicher Neuseeländer, der zudem für ein dortiges Regierungsamt gehandelt wurde, wird tot, augenscheinlich ertrunken, aus der Themse gefischt. Doch etwas scheint nicht zu stimme: Das Wasser in den Lungen des offensichtlich Ermordeten ist chlorhaltig, außerdem findet sich unter seinen Sachen ein Zettel in Blindenschrift und ein Manschettenknopf der offensichtlich nicht dem Toten gehört. Darüber hinaus hat das Opfer kurz vor seinem Tod auch noch eine Lebensversicherung zu Gunsten einer nicht aufzufindenden Tochter abgeschlossen. Ein Wust an Puzzleteilen, die es zu ordnen und zusammenzusetzen gilt. Die Spur führt zur Londoner Vereinigung für Blinde: „Die toten Augen von London“. Können Jenkins und seine Mitstreiter das Geheimnis lüften?

 

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Nachdem das Hörspiel verklungen ist, fällt es mir nicht allzu schwer zu sagen, dass dies klar der schwächste Fall unter den ersten vier Folgen ist. Die ganze Geschichte verläuft sehr geradlinig und es gibt wenig interessante Verwicklungen. Zudem hat die Story, wie ich finde, einige kleinere Ungereimtheiten auf die ich allerdings nicht im Detail eingehen möchte. Gestört hat mich, dass sowohl Franz-Josef Steffens als auch Peter von Schultz nach der dritten Folge auch in der vorliegenden Episode als Sprecher besetzt wurden. Ähnliches hatte ich auch schon bei der Besprechung der zweiten Folge moniert, es gefällt mir einfach nicht, wenn markante Sprecher in aufeinanderfolgenden Hörspielen ein und derselben Serie doppelt besetzt werden. Auch die blinden Kinder empfand ich in ihrem Charakter als eher nervig, zumal sie deutlich zu alt klingen, als dass sie hier mehrfach „Old MacDonald had a farm“ zum besten geben müssen; das wirkte schon etwas bizarr. Das Remastering an sich ist gut gelungen, so dass ich an der Qualität der Produktion, was die technischen Aspekte angeht, nichts auszusetzen habe.

Mit den ersten vier Folgen konnte ich einen guten Einblick in die Edgar Wallace Klassiker Reihe gewinnen. Im Grunde haben mir diese, durchaus an jüngeres Publikum gerichteten, Hörspiele gut gefallen und boten eine kurzweilige Unterhaltung. Leider muss ich jedoch sagen, dass die vorliegende vierte Folge für mich persönlich schon einen sichtbaren Durchhänger darstellt, was ich etwas schade finde und was sich auch in der Bepunktung niederschlägt.

 

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung: 
Charaktere:
tech. Umsetzung: 
Cover:
Emotion:(2,5)
 
18,5 Punkte = Rohdiamant
 

Cover: © Winterzeit