Raumschiff Promet: 02 – Aufbruch: Episode 2: Auf zu den Sternen
Written by Daniel Fröhlich |
 
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Nachdem die erste Folge mein Interesse wecken konnte, bin ich gespannt, ob man mit der zweiten Folge eine Schippe drauf legt, denn ein wenig packender könnte es für meinen Geschmack durchaus sein.

Arn Borul ist mittlerweile heil auf der Erde angekommen und erwacht. Es gibt aber ein schwerwiegendes Problem: Arns Wahrnehmung ist eine vollkommen andere, so dass er gegenüber unseren irdischen Protagonisten blind, taub und stumm ist. Sofort machen sich Peet und Jörn an die Arbeit um eine Lösung zu finden. Mit einem technischen Hilfsmittel gelingt es ihnen dann auch einen ersten Kontakt herzustellen. Nachdem die sprachliche Barriere überwunden ist, steht aber bereits der nächste Schritt an. Durch eine Operation soll Arn auf menschliche Wahrnehmung „umgeschaltet“ werden. Es kommt zu Komplikationen, jedoch gelingt der Eingriff letztlich. Nun kann die eigentliche Arbeit beginnen, Peet will irdische mit moranischer Technologie verbinden und damit eine Möglichkeit zur Überbrückung von Raum und Zeit schaffen. Als der Prototyp des neuen Antriebes fertiggestellt ist, steht dem Jungfernflug eigentlich nichts mehr im Wege, allerdings hat Peets Vater noch ein paar Bedingungen; drei weitere Crewmitglieder sollen die Mission begleiten. Arn steht vor der Entscheidung seine wahre Identität den neuen Gefährten gegenüber zu offenbaren und obendrein hat auch die Space Police noch etwas gegen diesen unangemeldeten Raumflug.

 

 

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Wie man der Inhaltsangabe schon entnehmen kann, geschieht in den 71 Minuten Spielzeit des Hörspiels schon so einiges und dennoch habe ich das Empfinden, dass das Tempo etwas höher sein könnte. Zumindest hatte ich den Eindruck, dass vor allem einige der Dialoge etwas kurz-knackiger hätten sein können. Das Verständigungsproblem zu Beginn der Geschichte fand ich im Grunde interessant, jedoch ließ die Erklärung, dass Arn blind sei, weil er nur Licht im UV Bereich wahrnehmen könne, mir als Naturwissenschaftler die Haare zu Berge stehen, schließlich können auch viele unserer Tiere im UV-Bereich sehen. Dass Arn also absolut gar nichts sehen können soll, empfand ich daher als sehr blödsinnig. Kommt noch hinzu, dass die Moraner die Erde angeblich vor langer Zeit bereits besuchten … was wollen die denn von der Erde berichtet haben, wenn sie nichts sehen konnten? Naja, sei es drum.

Was mir ebenfalls nicht sehr gefallen hat war die Tatsache, dass man die Space Police sehr pauschal als die „Bösen“ in eine Ecke stellt. Natürlich stehe auch ich auf der Seite der Protagonisten, aber diese Verstoßen gegen ein Gesetz nach dem anderen und dann ist die Behörde der Buhmann nur weil sie ihren Job macht? Ich finde es wesentlich reizvoller, wenn man in solchen Szenarien ein Katz- und Mausspiel auf Augenhöhe zelebriert und nicht eine solche Schwarz/Weiß-Malerei. Empfinde ich als etwas schade, aber ich kenne leider nicht die Originalvorlagen, um das in diesem Kontext zu beurteilen. Das mag alles etwas negativ klingen, aber im Großen und Ganzen gefällt mir das Hörspiel bis auf diese einzelnen Aspekte schon. Die Sprecher sind wieder ausgezeichnet und auch atmosphärisch kann ich mich mit dem Hörspiel durchaus anfreunden. Musikalisch würde ich mir für den weiteren Verlauf vielleicht ein wenig mehr Abwechslung wünschen. Wie sieht nun mein schließliches Fazit aus? Man kommt immer noch nicht so richtig in die Gänge und leistet weiter fleißig Aufbauarbeit. Wir sind nun immerhin einmal im Weltraum angekommen. Jetzt kann etwas mehr Fahrt aufgenommen werden, denn ich bin bereit für ein paar Abenteuer im All. Auch wenn meiner Meinung nach, einige Schwächen in der Handlung zu finden sind, ist mein Interesse am Raumschiff Promet nachwievor ungetrübt.

 

 

Unsere Bewertung:

Sprecher:
Handlung:
Charaktere: 
tech. Umsetzung:  
Cover:  (3,5)
Emotion: (3,5)
 
22 Punkte = Hörspaß

Cover: © WinterZeit

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